… ein Teilbereich der Medienkompetenz

„Werbekompetenz“ ist ein wichtiger Teilbereich der „Medienkompetenz“. Seit den 1990er Jahren photocaseqzqdxwwd56305652versucht die Medienpädagogik das Verhältnis von Kindern, Medien und Werbung stärker aus der Sicht der Kinder zu erforschen. Die wesentlichen Erkenntnisse gründen auf der Annahme, dass Kindheit sich im Wandel befindet und zu einer Medienkindheit geworden ist. Kinder bewegen sich nicht mehr in einem Schonraum, der sie von jeglichen Medieneinflüssen abschirmt. In Anbetracht unserer komplexen Mediengesellschaft raten Pädagogen Eltern von einer bewahrenden Haltung ab. Vielmehr soll der Alltag von Kindern angesichts der Allgegenwärtigkeit von Medien und Werbung und ihrer eigenständigen Konsumentenrolle darin kritisch begleitet werden. Die Medienpädagogik lehrt deswegen die aktive Auseinandersetzung mit der Sicht des Kindes und mit wirtschaftlichen Zusammenhängen, zu denen Medien und Werbung gehören.

Um Kinder für die Bewältigung ihres Medienalltags stark zu machen, spielen insbesondere der Umgang mit Medien in der Familie, aber auch die Schule eine wichtige Rolle. Da sich die Grundschule zunehmend lebensweltlichen Themen zuwendet, ist sie ein idealer Ort, um ein kritische Auseinandersetzung mit Werbe- und Konsumthemen anzubahnen. Hier kann mit Kindern aus unterschiedlichen Milieus und Herkunftsfamilien gearbeitet werden. Innerhalb offener Unterrichtsformen eignet sich besonders die Projektarbeit, um an die (Konsum-) Erfahrungen der Kinder anzuknüpfen und sie unter pädagogischer Anleitung kritisch zu überdenken.