Der Expertenbeirat

Dem Expertenbeirat von Media Smart gehören renommierte Pädagogen und Medienwissenschaftler an, die an der inhaltlichen und methodischen Umsetzung aller medienpädagogischen Materialien beteiligt sind. Auch das Materialpaket "Augen auf Werbung" wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Expertenbeirat konzipiert und entwickelt.

Prof. Dr. Stefan Aufenanger
Prof. Dr. Stefan Aufenanger
Medienpädagogik an der Universität Mainz
"Ich kenne Media Smart aus England, dort ist das Projekt seit 2002 sehr erfolgreich etabliert. Ich habe die Adaption des Lehrmaterials auf den deutschen Bildungsbereich empfohlen, da Werbekompetenz bereits in der Grundschule gefördert werden sollte. Meines Erachtens ist das der richtige Ort für eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Werbung: Hier wird systematisch und unter der Anleitung von erfahrenen Pädagogen gearbeitet. Wenn Firmen sich an einem solchen Projekt beteiligen, übernehmen sie Verantwortung für ein gesellschaftlich relevantes Problem."
 
Uta Brumann-König
Uta Brumann-König
Redakteurin und Grundschullehrerin
"Als Lehrerin erlebe ich täglich unmittelbar, welche Rolle Werbung und Konsum im Alltag von Kindern spielt. Mit diesen Erfahrungen und jenen aus meiner langjährigen Tätigkeit als Autorin und Redakteurin unterstütze ich Media Smart immer wieder mit neuen kreativen Ideen für den Unterricht."
 
André Czauderna
André Czauderna
Institut für Medienforschung und Medienpädagogik der FH Köln
"Am Institut für Medienforschung und Medienpädagogik der Fachhochschule Köln beschäftigen wir uns sowohl mit der Erforschung als auch mit der Vermittlung von Medienkompetenz. Nachdem wir im Zeitraum von April 2008 bis Februar 2009 das Potenzial der Media Smart-Materialien zur Förderung von Werbekompetenz (als Teil von Medienkompetenz) evaluiert haben, freue ich mich, die Entwicklung der Materialien als Mitglied des Expertenbeirates weiter begleiten zu können."
 
Dr. Ingrid Geretschlaeger
Dr. Ingrid Geretschlaeger
Allianz für Medienkompetenz, Baden bei Wien
"Mit der Ökonomisierung der Medienlandschaft und damit auch der Kindheit ist eine Erziehung ohne Förderung von Kompetenz im Umgang mit Werbung nicht mehr denkbar. Ich wurde vor Jahren bei einer medienpädagogischen Tagung in Toronto auf das Bildungsprogramm der 'Concerned Childrens’s Advertisers' aufmerksam. Leider hat in Österreich der Fachverband Werbung diese Idee nicht selbst aufgegriffen und so mussten wir hierzulande auf Media Smart aus Deutschland warten. Es freut mich ganz besonders, dass ich meine langjährige und internationale Erfahrung mit Medienbildung nun auch in diesem Projekt einbringen kann. Ich war selbst Grundschullehrerin und habe diverse medienpädagogische Aktivitäten mit dieser Zielgruppe durchgeführt. Mein Bestreben ist es, dass auch die ganz spezifisch österreichische Situation mit berücksichtigt wird."
 
Leopold Grün
Leopold Grün
Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen
"Der entscheidende Punkt ist für mich, Werbestrategien aus der bewussten beziehungsweise unbewussten Beeinflussung in die direkte Wahrnehmung der Kinder zu überführen, denn das Nachdenken darüber versetzt sie in die Lage, eigene Entscheidungen treffen zu können."
 
Kai Hanke
Kai Hanke
Deutsches Kinderhilfswerk
"Das Medienreferat des Deutschen Kinderhilfswerkes setzt sich dafür ein, dass Kinder darin unterstützt werden, Medien kompetent, selbstbestimmt, kreativ und ohne Gefahr zu nutzen. Da Kinder in der heutigen Medienwelt schon früh mit Werbung konfrontiert werden, müssen sie ebenso früh dazu angeleitet werden, diese und andere Medieneinflüsse erkennen und einordnen zu können."
 
Sandra Hein
Sandra Hein
Medienpädagogik an der Universität Hamburg
"Für mich als Medienpädagogin in Forschung und Praxis ist das Ziel eines mündigen und selbstbestimmten Umgangs mit Medien ein besonders wichtiges Thema. Ich begrüße daher sehr, dass sich Media Smart dafür engagiert, Kindern bereits frühzeitig den kompetenten und kritischen Umgang mit Medien zu vermitteln. Durch meine Tätigkeit an der Universität Hamburg, aber auch durch meine praktische Erfahrung mit dem Thema 'Kinder und Medien', kann ich dazu beitragen, für die inhaltliche Arbeit von Media Smart hilfreiche Einblicke in das Mediennutzungsverhalten von Kindern zu geben."
 
Eveline Hipeli
Eveline Hipeli
Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
"Medienkompetenzförderung ist gleichermaßen wichtig für Heranwachsende jeglichen Alters, als auch für Erwachsene. Eine spezifisch ausgerichtete Förderung von Medienkompetenz, die einzelnen Adressaten gerecht wird, führt zu einer Stärkung des medialen Selbstbewusstseins. Eltern und Lehrpersonen, die sich selbst zutrauen, Kindern und Jugendlichen einen risikoreduzierten und genussvollen Medienkonsum näher zu bringen, bilden wichtige Instanzen um die Heranwachsenden 'fit' für den Medienumgang zu machen. Media Smart unterstützt Erwachsene bei dieser Aufgabe und hilft so auch Kindern und Jugendlichen bei ihren Medienfragen."
 
Mag. Jasmin Kulterer, Bakk.
Mag. Jasmin Kulterer, Bakk.
Abteilung für audiovisuelle Kommunikation Fachbereich Kommunikationswissenschaft der Universität Salzburg
"Kinder und Jugendliche zu selbstbestimmten und kritischen MediennutzerInnen auszubilden, ist in der heutigen, von Medien durchdrungenen Zeit eine zentrale Aufgabe. Kinder und Jugendliche werden in ihrem Alltag mit unterschiedlichen Medien und damit auch unweigerlich mit Werbung konfrontiert und müssen erst Schritt für Schritt lernen, damit umzugehen. Da viele Kinder und Jugendliche die notwendige Medienkompetenz zu Hause nicht vermittelt bekommen, gerade in sozial benachteiligten Familien, sind Initiativen wie Media Smart eine wichtige Hilfestellung für Heranwachsende, weil sie auf deren besondere Bedürfnisse zugeschnitten sind und ihnen unter pädagogischer Anleitung auf spielerische Art wertvolles Handwerkszeug für den Umgang mit medialen Inhalten auf den Weg geben."
 
Prof. Dr. Norbert Neuß
Prof. Dr. Norbert Neuß
Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK)
"Wie lernt man es eigentlich, sachlich kompetent und ironisch distanziert mit den werbe- und konsumbezogenen Botschaften sinnvoll umzugehen? Und was ist schon sinnvoller Umgang? Es bedeutet einerseits, dass Kinder lernen, sich die Frage zu stellen, ob dieser oder jener Gegenstand wirklich das einlöst, was die Werbung verspricht, und ob er wirklich gekauft werden muss. Dazu müssen Kinder die Werbebotschaften erst einmal erkennen und ihre Tricks verstehen lernen. Mit dem Materialpaket 'Augen auf Werbung' liegen ansprechende und kindzentrierte Unterrichtshilfen vor, die es den GrundschullehrerInnen ermöglichen, sich gemeinsam mit den Kindern auf den Weg zu machen, um die bunte und verführerische Werbewelt zu erkunden und zu verstehen."
 
Prof. Dr. Ingrid Paus-Hasebrink,
Prof. Dr. Ingrid Paus-Hasebrink,
Abteilung für audiovisuelle Kommunikation Fachbereich Kommunikationswissenschaft der Universität Salzburg
"Medienkompetenzförderung ist heute ohne Werbekompetenz nicht mehr denkbar; denn schon jüngere Kinder werden mit Werbung in unterschiedlichen Formen und Facetten konfrontiert. Im Rahmen unserer ausdifferenzierten Medien- und Konsumkultur ist sie längst Teil des Kinderalltags. Umso wichtiger ist es, Kinder in pädagogisch angeleiteter, aber spielerischer Weise im Aufbau von Werbekompetenz zu unterstützen, wie es Ziel der Aktivitäten von Media Smart ist. Der Aufbau von Werbekompetenz ist für alle Kindern wichtig, und man sollte möglichst früh damit beginnen. Im Rahmen meiner Langzeitstudie zur Mediensozialisation sozial benachteiligter Kinder in Österreich wurde mir jedoch eindringlich deutlich, dass für sozial benachteiligte Kinder Werbung ein doppelt wichtiges Thema ist. Sie rezipieren Medien vor allem in einem crossmedial vermarkteten Kontext, stoßen jedoch bei ihren Eltern auf wenig Unterstützung im Aufbau von Medien- oder gar Werbekompetenz."
 
Isabell Rausch-Jaromilek
Isabell Rausch-Jaromilek
Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia
"Um effektiven Jugendmedienschutz betreiben zu können, ist die Vermittlung von Medienkompetenz unerlässlich. Hierzu gehört auch die Förderung von Werbekompetenz, um Kindern beispielsweise einen kompetenten und selbstbestimmten Umgang mit dem Medium Internet zu ermöglichen. Die Initiative Media Smart klärt in diesem Bereich umfassend auf und stellt didaktisch gut aufbereitete Materialien zur Verfügung. Dieses Engagement halte ich für wichtig und unterstützenswert."
 
Rainer Smits
Rainer Smits
Landesanstalt für Medien NRW
"Meine Arbeitsschwerpunkte sind die Beobachtung der Einhaltung werberechtlicher Spielregeln durch private Rundfunkveranstalter und die konzeptionelle Entwicklung und Begleitung medienpädagogischer Projekte. Beide Perspektiven kann ich bei Media Smart miteinander verbinden und einbringen, gilt es doch, alle rechtlichen Aspekte des Themas 'Kinder und Werbung' angemessen zu berücksichtigen und medienpädagogisch umzusetzen."
 

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